Ich, Dominik (geb. 1985 in Österreich), heiße dich herzlich auf meinem Blog willkommen. Auf dieser Seite berichte ich von den unterschiedlichsten „Wegen“ meines Lebens.
Wie alles begann
Begonnen hat alles mit der klassischen Bedeutung des Wortes „Weg“ im Jahr 2011. Dem „Weg“ als eine Art Verbindung zwischen zwei Orten die durch Gelände führt und dem Begehen dient. Damals startete ich auf meine erste (kürzere) Weitwanderung. Trotz Schmerzen und zahlreicher Fehler die ich während dieser Erfahrung gemacht habe begann ein kleines Feuer in mir zu lodern.
Die nächsten Jahre wanderte ich mehr und mehr. Aus dem kleinen Funken wurde eine immer größere Leidenschaft. Unzählige Halbtagestouren und Tagestouren folgten. Mein Erfahrungsschatz stieg. Es folgten die ersten Mehrtagestouren in Europa. Das anfangs schwere Gepäck wurde kontinuierlich in Richtung ultraleicht getrimmt. (Ausrüstung)
Immer leichter, weiter, schneller
Das Feuer brannte immer heißer. Um den Durst nach „Weg“ zu stillen begann ich mit dem Traillaufen. Ab 2016 wurde alles noch intensiver. Die ersten langen Touren folgten. Viele Wanderungen führten mich an meinen Sehnsuchtsort, die USA. Neben meiner amerikanischen Highlights am Pacific Crest Trail, der Sierra Nevada und dem Colorado Trail kamen auch Wanderungen in Europa nicht zu kurz. Meine Überquerung der Pyrenäen am GR11 sowie die Alpenpendants am GR5 und dem Nordalpenweg haben mich ebenso geprägt. (Tourenübersicht, Weitwanderungen)
Aus dem Traillauf wurde mit der Zeit Ultratraillauf und die Ambitionen stiegen. Viele Pläne liegen in der Schublade. Viele potentielle Weitwanderungen schwirren in meinem Kopf und warten auf meinen Besuch. Die berühmte bucket list ist endlos. Das Feuer brennt mittlerweile schier unlöschbar.
Shit happens
Aber Leben ist bekanntlich das, was passiert während du Pläne machst. Im November 2022 schlägt mein „Weg“ eine andere Richtung ein. Bei mir wird Leukämie (AML) diagnostiziert (Leukämie). Das Wort „Weg“ bekommt eine neue Bedeutung für mich. Mein Leben ändert sich schlagartig. Lange Tage am Berg werden durch endlose Monate der Chemotherapie ersetzt. Die längsten Wege der Welt verblassen im Angesicht des schier endlosen Weges im Kampf gegen den Krebs. Die Anstrengungen, Mühen und Entbehrungen während meiner Weitwanderungen erinnern plötzlich an gemütliche Kindergeburtstage.
Die nächsten Schritte: Tidy Gear – Wenn Leidenschaft zur Realität wird
Aus meiner Erfahrung mit der Leukämie nehme ich eine fundamentale Erkenntnis mit: „Man lebt nur einmal“ ist plötzlich keine abgedroschene Floskel mehr, sondern mein täglicher Kompass. Der Weg zurück ins Leben war hart und hat mich viel Kraft gekostet, doch die Anstrengung hat sich gelohnt. Heute bin ich körperlich wieder in einer Form, die mir während der Diagnose unmöglich schien.
Was im Krankenhaus unerreichbar wirkte, ist wieder Wirklichkeit: Ich bin zurück auf den langen Trails dieser Welt. Ein besonderes Highlight war dabei meine Zeit auf dem Arizona Trail, der mir einmal mehr gezeigt hat, wie schön das Leben ist.
Diese neu gewonnene Lebensenergie hat mich zu einem großen Schritt ermutigt, den ich lange Zeit vor mir hergeschoben habe. Ich habe meine eigene kleine Outdoor-Cottage gegründet: Tidy Gear. Hier verkaufe ich meine eigenen Produkte, die speziell für die Bedürfnisse von Ultraleicht-Weitwanderern entwickelt wurden. Was ich mich jahrelang nicht getraut habe, ist nun Wirklichkeit geworden – ich habe meine Leidenschaft (zumindest teilweise) zum Beruf gemacht.


