5 Tipps bei der Zeltplatzwahl – So findest du den perfekten Spot für dein Shelter

von Weg als Ziel

Die Kunst der optimalen Zeltplatzwahl im Freien

Ob Neuling oder Fortgeschrittener – wer gerne Outdoor übernachtet, steht stets vor der Frage nach dem idealen Lagerplatz. Egal, ob im Zelt, Tarp oder Biwak. Seit etwa einem Jahrzehnt bin ich leidenschaftlich draußen und übernachte auf meinen weiten Wanderungen am liebsten in freier Natur. Im Laufe der Zeit habe ich mir fünf wesentliche Kriterien angeeignet, um eine möglichst komfortable und sichere Schlafstätte für die Nacht zu finden.

5 Tipps in einem Video

Tipp 1: Möglichst ebene Fläche wählen

Für eine erholsame Nachtruhe ist eine möglichst ebene Fläche von entscheidender Bedeutung. Selbst geringfügige Unebenheiten können dazu führen, dass du im Zelt verrutschst und deine Schlafposition ständig korrigieren musst. Daher empfehle ich, die Qualität und Neigung des Bodens vor dem Aufbau sorgfältig zu prüfen, indem du dich auf die Stelle legst und deine Schlafposition simulierst. Eine Unterlage kann dabei hilfreich sein.

Tipp 2: Bodenbeschaffenheit überprüfen

Während du einen potentiellen Stellplatz auf die geeignete Neigung überprüfst, solltest du zusätzlich auch gleich die Bodenbeschaffenheit genauer überprüfen. Achte darauf, ob sich spitze Steine, Äste oder Dornen im Untergrund verbergen, die nicht nur unangenehm sein können, sondern auch deine Ausrüstung beschädigen. Verläuft eine Ameisenstraße in der näheren Umgebung? Gibt es andere potentielle Probleme? Inspiziere den Boden zuerst auf Sicht. Für eine genauere Prüfung fahre mit der Hand über den Boden (am besten nutzt du ebenfalls eine Unterlage), um potenzielle Gefahren zu erkennen, und entferne sie gegebenenfalls. Feuchtigkeit ist ein weiterer wichtiger Faktor, da sich feuchte Böden kühler anfühlen als trockene. Prüfe mit der Hand wie feucht der Boden ist. Sofern es trockenere Alternativen gibt, bevorzuge diese. Persönlich habe ich als Bodenunterlage übrigens gerne Baumnadeln, da sie isolierend wirken, eine weiche Schlafunterlage bieten und generell trockener sind als beispielsweise Laubblätter oder Wiesen als Untergrund.

Tipp 3: Mulden und Senken meiden

Um ein möglichst warmes Schlafklima zu gewährleisten, solltest du Mulden und Senken meiden, da sich in diesen Bereichen kalte Luft ansammeln kann. Kalte Luft ist schwerer als warme Luft und sammelt sich deshalb an tiefen Punkten. Dieser Effekt kann selbst kleinräumig mehrere Grad Celsius Temperaturdifferenz ausmachen. Wer in der Nacht friert hat in der Regel einen schlechteren Schlaf.

Tipp 4: Gewässer und feuchte Orte meiden

Obwohl die Nähe zu Gewässern idyllisch erscheinen mag, kann sie in der Nacht zu unerwünschter Feuchtigkeit und Kondensation führen, was deine Ausrüstung beeinträchtigen (z.B. verklumpen von Daunenisolation) und deine Schlafqualität mindern kann. Feuchte Luft fühlt sich kühler an als trockene und mindert somit deine Schlafqualität. Vermeide daher das direkte Lagern in der Nähe von Gewässern und plane deine Wasservorräte entsprechend ein, um unabhängig von diesen Quellen zu sein. Ich selbst bin ein großer Fan von „trockenen Lagern“, also Plätzen ohne Wasserquelle. Trockene Lagerplätze sind in der Regel nicht nur trockener und wärmer. Du wirst nicht von Wasser suchenden Tieren während der Nacht überrascht oder weniger von Insekten (z.B. Mücken) belästigt.

Tipp 5: Bäume als Schutz & Gefahr

Bäume und anderer Bewuchs bieten Schutz vor Wind und Wetter. Blätterdächer und Baumkronen bieten auch eine isolierende Wirkung, da sie die abstrahlende Bodenwärme während der Nacht teilweise reflektieren.

Du solltest jedoch jede Lagerstelle vor dem Aufbau auf potenzielle Gefahren wie lose Äste oder alte und morsche Bäume überprüfen. Herabstürzende Äste und umkippende Bäume können lebensgefährlich sein. Das gilt insbesondere bei starkem Wind und Sturm.

Die Kunst liegt in der Kombination

Indem du diese fünf Tipps befolgst und deine eigenen Erfahrungen sammelst, wirst du dir mit der Zeit einfacher komfortable und sichere Schlafplätze in der Natur finden.

Trotz viel Outdoor-Wissen und Erfahrung ist und bleibt die Natur immer unvorhersehbar. Auch bei Anwendung dieser 5 Tricks wird es trotzdem immer wieder Situationen geben, in denen du keine perfekten Lagerplätze finden wirst. Du musst also immer auch flexibel und anpassbar bleiben. Aber genau das ist das Schöne am draußen unterwegs sein. Wer vorgegebene Geschichten mag, bleibt zu Hause und liest ein Buch oder streamt sich eine Serie.

Teile gerne deine eigenen Tricks und Erfahrungen bei der Platzsuche in den Kommentaren!

Hier geht es übrigens zu meinem YouTube-Kanal: @wegalsziel

ebenes, trockenes Lager mit toller Aussicht am PCT

Ebenes, trockenes und sicheres Lager mit toller Aussicht am PCT

Folge mir auf meinem Weg, leichter, weiter, schneller...

Die E-Mail-Adresse und deinen Vornamen werde ich dazu verwenden, um mit dir in Kontakt zu bleiben und dir Updates zu übermitteln. Bitte kreuze hier an, dass ich dir den Newsletter per E-Mail schicken darf. Du kannst deine Meinung jederzeit ändern, indem du auf den Abbestellungs-Link klickst, den du in der Fußzeile jeder E-Mail, die du von mir erhältst, findest oder indem du mich unter info@wegalsziel.at kontaktierst.

Das könnte dir gefallen

Hinterlasse einen Kommentar

three × 1 =

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Mehr Informationen über Cookies...